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Modena 2oo8 |
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27. April – 30. April 2008
So, nun schafften wir es also wieder einmal in die Gegend um Modena. Wir hatten uns viel vorgenommen, hatten ein dichtes, aber angenehm gedrängtes Programm. Treffpunkt war am Donnerstag, 27. April um 3:00 Uhr früh auf der Autobahn-Raststation in Guntramsdorf. Erstaunlich pünktlich waren wir alle, obwohl es doch so finster war… Die reiselustigen und feschen Burschen setzten sich wie folgt zusammen: Christian dem Kutterer, der auf seinem Beifahrerstuhl Erwin „Irvine“, den Zantigen beherbergte. Die Rennmaschine war der schwarze Alfa GT aus seinem Familien-Fuhrpark. In einem ebenfalls schwarzen Alfa 147 GTA: the big Klee & the Illyminator Günter am heißen Nebensessel. Meine Wenigkeit war mit dem legendären Alfa Romeo 75 3,0 America angerauscht, auch in schwarz. Unseren Präsi Rudi, der für den freien Platz in der ersten Reihe meines 75er vorgesehen war, mussten wir kurz vor Wr. Neustadt noch aufgabeln. Er stand da, als ob er nie wiederkehren würde, es war unglaublich viel Gepäck mit ihm…
Weiter ging's zur Pack, wo nicht nur der erste Blasen-Halt nötig war, sondern auch ein weiterer Alfa auf uns wartete. Dieser tanzte farblich etwas aus der Reihe, ein Alfa Spider 916 in dunkelgrünmetallic, mit Reinhold am Steuer. Er hatte unseren Eishockeykollegen und Duschkameraden Michael mit an Bord, der versprochen hatte, keine sexuellen Übergriffe zu starten, da er mit seiner Freundin sehr glücklich ist. Während sich die Männer auf der Toilette vergnügten, verschlang Rudi eine Melange mit Semmeln und Marmelade und Wurst und Wasser zum Nachspülen. Auch die Toiletten-Männer nahmen Wasser zum Nachspülen. Nach nur wenigen Minuten fuhren wir schon wieder auf der Autostrada gegen Süden, nächster Halt war die Agip-Tankstelle in Velden, um die leeren Tanks wieder aufzufüllen.
Flugs waren wir über der Grenze im morgendlichen Italien. Während der Fahrt durchs Kanaltal wurde es bereits hell, der blaue Himmel war im Sonnenaufgang bereits zu erkennen und die ersten Strahlen blendeten angenehm ins Gesicht. So hätten wir es gerne gehabt, eine dichte Wolkendecke hüllte jedoch diesen blauen Himmel noch ein. Unsere geplante gemeinsame Rast an der Agip-Tränke nach Udine-Sud war für manche älteren blasenschwachen Mitreisenden eine Wohltat. Der erste echte italienische Cappuccino erreichte besonderes Augen- und Gaumenmerk. Einfach herrlich, der Milchschaum! Die vier Alfas machten bei jedem Halt gute Figur, so auch beim folgenden kurz vor Venedig. Die morgendliche Rush-Hour brachte unseren guten Zeitplan durch einander. Sehr zäher Stop and Go Verkehr (wie sich das anhört…) kostete uns eine gute ¾ Stunde, und so erreichten wir Sant´Agata Bolognese als ersten Höhepunkt erst gegen 10:40 Uhr.
Das Lamborghini-Werk. Die neue dunkle Fassade – zwar schon seit ein paar Jahren angebracht – macht einen sehr modernen und fortschrittlichen Eindruck. Durch unsere Verspätung mussten wir uns sputen: keine Zeit zum Umschauen (es waren ja einige Leckerlis ausgestellt und angestellt ;-)), wir wurden sofort in Lambo-Geschichte unterrichtet. Diesen Lehrgang nahm eine junge Dame vor, zu der vielleicht Christian noch ein Foto beisteuern kann… Anschließend erhielten wir einen Schnelldurchlauf durch die beinahe penibel sauberen Werkshallen. Das traurige war, dass keine Motoren mehr für die Fahrzeuge mit dem Stier im Wappen in Italien gefertigt werden, diese werden vom Audi-Werk zugeliefert, ebenso wie einige vorlackierte Karosserieteile… Aber die Chassis sind noch fest in italienischer Hand, und für die teureren Zwölfzylinder Modelle des Murciélago werden viele Teile noch handgefertigt, so auch die edle Innenausstattung aus feinstem Leder. Die Häute dazu stammen übrigens von österreichischen Kühen! Nachdem wir dann noch ein paar Runden im Museum drehen konnten erwartete uns noch ein krönender Abschluss: der Lamborghini-Shop. Einige von uns standen hier schon des öfteren vor geschlossenen Türen, heute hatten wir Glück. Viele tolle Stücke aus der Schneiderei von Tonino Lamborghini (dem Sohn des Firmengründers) waren, wenn schon kaum leistbar, wenigstens hübsch an zu sehen, ebenso wie die zahlreichen Accessori. Und auch die „Ladenhüterin“.
Zu Mittag ist hier zu, ab 13:00 Uhr wird alles versperrt. Also ab nach Modena, ab zu unserem Quartier. Am westlichen Stadtende, direkt an der Via Emilia, lassen wir uns nieder für die kommenden Tage. Vor dem Bezug der Zimmer wollten wir noch speisen, dazu mussten wir allerdings noch die Hauptstrasse überqueren, um zum Restaurant zu gelangen. Dies war jedes mal eine Herausforderung und Mutprobe zugleich. Falls ein Cinquecento die Geschwindigkeit reduzierte, setzte der dahinter fahrende LKW sofort zum Überholen an. Andere Autos reduzierten die Geschwindigkeit nicht, vielleicht wegen den schlechten Bremsen, vielleicht weil man als Fußgänger in Italien den Status von Menschen 2. Klasse besitzt… Eine Überlegung, die mir persönlich sehr gut gefällt. Und wenn man eine Fahrspur würde bezwingen können, war die Gegenfahrbahn noch ein interessanter Faktor. An der Sperrlinie in der Mitte der Fahrbahn würde selbst ein Lebensmüder nervös werden, dort an zu halten kam überhaupt nicht in Frage. Aber wir waren mutig und wurden mit Essen im Restaurant belohnt. Eine stockdumme, aber schlanke Schönheit stach einigen von uns sofort bei betreten der Lokalität ins Auge. Ich schreibe „einigen“, damit von unseren daheim gelassenen Mädels keine Regressansprüche wegen irgend was an einige von uns zu stellen sind und man sich immer darauf ausreden kann, nicht unter diesen erwähnten „einigen“ gewesen zu sein.
In diesem Restaurant stößt auch unser Freund Willi zu uns, und damit steht einer geselligen Unterhaltung nichts mehr im Wege. Unseren zugeteilten dicklichen Kellner tauften wir „Sabine“, und Sabine hatte es nicht einfach mit uns. Dies begann mit dem mehrmaligen Versuch der Bestellaufnahme, einigen Details und schließlich war uns Sabine schon sehr vertraut. Die vorher erwähnte feschere Kellnerin war natürlich für unseren Extraraum nicht zuständig. Dies hatte übrigens auch Sabine eingefädelt. Aber wir hatten ausgezeichnet gespeist und getrunken und auch nicht übermäßig bezahlt. Unsere Ausgaben pendelten sich das gesamte lange Wochenende überraschender Weise bei ca. € 15,-/Person ein, mit Haupt- u. Nachspeise, einigen Litern Wein, sowie Mineral und Bier. Bei verlassen des Lokales mussten wir aber wieder an der schlanken Vileda vorbei, sie hieß aber glaube ich Milena, aber Vileda konnte ich mir besser merken. Sie fragte, ob wir abends wieder kommen wollten, bezüglich Tischreservierung. Wir ließen das aber noch offen, weil wir cool waren. Hätten wir aber bereits jetzt gewusst, dass Vileda stockdumm war, hätten wir ohnehin gleich abgesagt...
Anschließend war einchecken im Hotel angesagt, die vier Zweibettzimmer wurden Teamgemäß vergeben. Also die, die gemeinsam im Auto fuhren, waren ab jetzt ein Pärchen und bereit fürs gemeinsame Übernachten. Vorher hatten wir aber noch einen spannenden Programmpunkt angesetzt: Modena mit „Auto schaun“. Einigen exklusiven Händlern statteten wir einen Besuch ab, darunter der legendäre „Auto Speak“. Dort sind immer ausgefallene Autos zu bewundern, meist auch alte Rennsportwagen. Da wir dort schon bekannt sind, durfte unsere kleine Alfa-Gemeinde auch in einigen Sportwagen probe sitzen. Ein Lamborghini Diablo Spider sowie ein Testarossa mussten für eine platonische Verfolgungsjagd herhalten. Zu bestaunen war außerdem ein alter Renn-SZ in traurigem Zustand, dafür mit optimistischem Verkaufspreis, ein Minardi-Formel 1, einige Ferrari Straßenwagen sowie britische und deutsche Markenprodukte. Ein anderes Highlight war der Ferrari-Gebietshändler in Modena, alle aktuellen Modelle in der Auslage, klar. Auf der anderen Seite der Stadt lag noch „Auto Luce“ am Weg, auch immer mit den neuesten Luxuskarossen aller Marken und Länder ausgestattet. Bugatti, Maserati, aber auch Bentley oder Porsche und Mercedes, alles im Angebot. Sonst auch immer alte Formel 1 Renner, diesmal entweder ausverkauft (der Arme!) oder verborgt.
Das größte Einkaufszentrum der Region, das Grand Emilia, liegt wie auch unser Hotel im westlichen Stadtteil. Männershopping ist an sich unkompliziert. Männer wissen, was sie wollen, und was sie auf jeden Fall nicht wollen. Und so machten wir uns einfach einen Wiedersehens-Treffpunkt aus, die maskulineren unter uns zogen alleine auf die Jagd, die feminineren trauten sich nur in kleinen Gruppen unter die vielen fremden Leute. Treffpunkt war eine nette Bar an der Ecke gegenüber dem Supermarkt-Eingang im Shopping-Center. Dort gab es zu Aperitif und Café kleine Häppchen, Oliven und Nüsse zur freien Entnahme. Wir fühlten uns dort gut aufgehoben, und dem entsprechend hatten wir auch einiges zu lachen. Außerdem wurden gegenseitig die Einkäufe durchstöbert um zu sehen, ob einem etwas entgangen war. Gegen 20:00 Uhr machten wir uns wieder auf den Heimweg, stellten die Alfas beim Hotel ab und kehrten nach einem erneut spannenden Übergang der Hauptstrasse neuerlich im Ristorante von Vileda und dem dicklichen Kellner Sabine ein. Er wollte uns erneut in ein Spezial-Zimmer stecken, doch wir protestierten unter dem Hinweis auf Viledas Anblicks-Möglichkeit lautstark. Sodann musste man uns einen Tisch im vorderen Bereich zuteilen. Wir hatten alle Pizza geordert, sowie die üblichen Getränke, und bei unseren zahlreichen Bestellversuchen stellte sich erneut heraus, dass Hübschlichkeit und Intelligenz indirekt proportional sein musste. Doch an diesem Abend waren wir noch etwas schüchtern und zurückhaltend mit der Orderung nach Personal. Trotzdem bewährte sich die günstige Lage des Ristorante vis á vis von unserem Hotel, auch ich konnte daher dem Lambrusco frönen, und die Pizzen waren auch nicht schlecht. Unser Hotel erreichten wir gegen 23:00 Uhr, abermals über die Hauptstrasse, aber mit Mut angetrunken. Die Geschichten von diesem und der folgenden Abende an der Hotelbar wollen wir hier nicht näher erläutern, auf jeden Fall legt sich auch offensichtlich das Hotelpersonal sehr spät nieder…
Am nächsten Morgen wurden abendliche und nächtliche Vorfälle rekapituliert, darunter wurde auch kurz gegenseitiges anschnarchen angesprochen. Mit dem Frühstück tankten wir wieder genug Energie für unsere weiteren Abenteuer. Maranello stand auf der leicht verregneten Tagesordnung, wobei wir unseren ersten Halt an der berühmten Brücke in Fiorano machten. Von dort hat man einen einigermaßen guten Überblick über die Ferrari-Teststrecke. Schon beim Aussteigen aus den Autos bekamen wir Gänsehaut: es waren eindeutige Motorgeräusche von nicht alltäglichem Klang. Laut und rauh schrie ein flottes, weißes Ungetüm. Optisch einem F 430 sehr ähnlich wurde der Flitzer ziemlich schnell über die nasse Strecke gepeitscht. Es war atemberaubend zuzusehen, mit welcher Geschwindigkeit sich der uns unbekannte Pilot der Haarnadelkurve näherte. Er schien viel zu schnell. Der Vorgang des Anbremsens sah aber dann beinahe aus wie in einem Computerspiel, für uns unverständlich harmlos fuhr der weiße Ferrari nach harter Bremsung in die Kurve ein und beschleunigte wieder. Ein sagenhaftes Fahrwerk verbarg sich offenbar unter der handelsüblichen Karosserie. Auch der röhrende Motor dürfte leichte Serienabweichungen aufgewiesen haben… Auch ein zweites Fahrzeug befand sich auf der Strecke, jedoch viel langsamer. Dafür aber umso interessanter, da mit schwarzen Abdeckungen an Front und Heck versehen: ein Erlkönig! Der Prototyp war aber für wirklich gute Bilder unserer Fotografen leider einfach zu weit weg, schade.
Fast eine Stunde verbrachten wir an diesem Aussichtspunkt auf der Brücke der Hauptstrasse und klapperten anschließend die weiteren strategischen Punkte in dieser besonderen Stadt ab. Zunächst einen alt eingesessenen, wiedereröffneten Shop an der Rückseite des berühmten Ristorante Cavallino, wo Enzo Ferrari nicht nur immer hin Mittagessen ging, sondern wo auch zu seinen Zeiten die Fahrerverträge unterzeichnet wurden. Die Shops sind fast alle gleich, aber sie unterscheiden sich dann doch durch einige Besonderheiten: während dieser mit dem Namen „Pole Position“ seinen Schwerpunkt auf Bücher und Fotos legt, gibt’s z. B. im „Warm up“ gegenüber dem Museum mehr von Hand gebaute Motorsport-Modelle, ältere Accessoires sowie z. B. Sturzhelme in Lackierungen berühmter Formel 1 Piloten. Ein weiterer, direkt neben der Bar von Massimo (die wir des Öfteren aufsuchten) in der Via Dino Ferrari, bietet exklusive Fanbekleidung. Aber alle haben natürlich in erster Linie die Marke Ferrari als Aufhänger, und auch die Preise differieren. Vom Ferrariwerk selbst gibt es einen Shop im Museum und einen direkt gegenüber dem Werkseingang an der Hauptstrasse in Maranello. An der Kreuzung unter dem Hauptplatz existiert auch ein älterer Shop, wo man alle möglichen Bausätze und Metallmodelle, aber auch ältere gebrauchte Modelle erstehen kann.
Mittags kehrten wir in ein Ristorante an der Piazza ein, dort wurden unsere Schleckermäulchen von einem unvergleichbar vielfältigen Vorspeisenbuffet überrascht. Ansonsten keine besonderen Vorkommnisse, Pizza & Vino & Aqua & Birra, alles gut und ausreichend und wieder nicht teuer. Dann wurde das Ferrari-Museum besucht und ich glaube, alle Schumacher-Autos waren da. Auch das Weltmeisterwagerl von Iceman Kimi Räikkönen aus dem Vorjahr war zu bestaunen. Und mich erfreuten besonders der 126C aus dem Jahr 1981 von Gilles Villeneuve, aber auch die Autos von Gerhard Berger und Alain Prost. Niki Laudas Weltmeistermotor, der 180°-V-12 Zylinder, der bis 1980 im Einsatz war, war ebenfalls ausgestellt. Eine ausführliche Foto-Love-Story findet man auf unserer Bilder-Seite!
Danach stand ein weiterer Männertraum am Programm: der Schrotter. Christian benötigte einen Außenspiegel für den 155 seines Sohnes Mario, dem Greinbach-Sieger von 2006. Und auch sonst hofften wir, einiges interessantes zu ergattern. Aber – wie befürchtet – hat es sich mit alten Alfas „ausgeschrottet“. Fast nur moderne, deutsche oder gar asiatische Fabrikate waren zu sehen, der älteste Italiener war wohl ein nuova Alfa 33, er war aber auch der einzige. Dafür wie immer ohne Rost, in verde mirto, und mit einem Gast auf dem Dach. Dafür konnte sich Christian fast alle Farben des 155-Spiegels aussuchen und durfte diesen sogar selbst abschrauben! Ich begnügte mich mit einer Kennzeichenleuchte für den Kappa, und so verließen wir die „Piazza“ nach nicht mal einer Stunde und ließen den Italienern ihren traurigen Kram dort.
Da einige von uns am Vortag im Einkaufszentrum nicht alles ergatterten, war ein neuerlicher Besuch dessen notwendig. Also: auf zum Grand Emilia! Same Time, same Station: Erneut der Treffpunkt bei der Bar an der Ecke von gestern. Dazu muss man vielleicht auch sagen, dass der Anblick von netten Dekolletes das Herzinfarktrisiko bei Männern auf die Hälfte reduzieren kann. Somit waren wir quasi auf Kur in der Bar. Das Abendessen wollten wir einstimmig wieder bei Vileda & dem Dicken einnehmen, weil keine Alkoholsorgen wegen der Nähe zum Hotel. Diesmal ließen wir uns allerdings keine langen Wartezeiten aufbrummen, wir waren mutiger geworden, hatten nix mehr zu verlieren. Und mit dieser Einstellung kann man dann auch schon relativ ungeniert quer durchs Lokal nach einer derrischen Vileda rufen. Ja, wir haben uns auch gefreut, als wir mit vollen Bäuchen und fröhlicher Mine das Lokal verließen und uns auf den Weg in die Hotelbar machten… Wir gingen alle zeitig schlafen. …und manche bestätigten durch Anklopfen an anderen Türen die Bereitschaft dazu.
Samstag, der Tag des Oldtimer-Marktes war angebrochen! Und rechtzeitig zum Freigeländetermin schenkte uns der Allmächtige auch prächtiges Blau-Himmel-Wetter. Früh morgens mussten wir aufbrechen, um noch rechtzeitig einen Parkplatz in Messenähe zu ergattern. Zum Glück waren wir ein wenig ortskundig und konnten so dem großen Getümmel aus dem weg gehen, hatten daher auch keine Schlangen vor den Kassen für die Eintrittskarten. Das Messegelände ist mittlerweile bis auf den letzten Quadratmeter für die Aussteller ausgenutzt.
Seit den letzten Jahren ein steigender Trend bei den Zweirädern, aber noch immer genug Klumpert für uns Alfa-Fans. Drei Hallen sind voll mit Ersatzteilen, und auf dem riesigen Freigelände ebenfalls jede Menge an Scheinwerfern, Karosserie- und Zubehörteilen, Kleinteile wie Schalter und Embleme etc… Auch entwickelt sich schön langsam ein Automarkt dort, der Platz am Gelände wächst jedes Jahr und ist auch immer interessant. Weiter befindet sich im Eingangsbereich eine art Festzelt, in dem jedes Jahr eine andere Jubiläumsausstellung gezeigt wird. Dieses Jahr: Jubiläen von Alfa Romeo und Piaggio. Von diesem Event sind die Fotos eher spärlich, da auch die Fotografen wühlen mussten…
Am späten Nachmittag kehrte wir noch in einer Bar an der Hauptstrasse ein, um die letzten Tage gemeinsam zu verarbeiten. Sehr angenehm war, kurzärmelig Ende März im Freien zu sitzen. Danach wagten wir noch einen Kurzbesuch der Innenstadt von Modena, lustige Erinnerungen mit Fettnäpfchengehalt werden wir auch davon mitnehmen… Wir wollten uns in einem Café auf der Piazza mit Mädels unterhalten, die zufällig neben uns am Tisch waren. Naja, was man nicht auf italienisch sagen möchte, diskutierten wir unter uns lachend in deutsch, besser gesagt im Dialekt. Bis uns die Mädels darauf aufmerksam machten, dass sie aus München stammen. Ups!! Sie verstanden demnach nicht nur Deutsch, sondern auch den Dialekt…
Hungrig machten wir uns abends in einen kleinen Vorort von Modena auf, um in einem erprobten Ristorante „das letzte Abendmahl“ einzunehmen. Interessante Männergespräche ließen den Abend sehr heiter ausklingen… Also noch einmal übernachten, dann geht´s ab nach Hause.
Es war Sonntag Vormittag, und wir verabschiedeten uns von einander, da wir verschiedene Ziele verfolgten. Während die Einen direttissima die Heimfahrt antraten, fuhren Christian und Erwin noch ans Meer, die Beiden sind in Caorle plantschen gewesen und haben dort sicher nichts getrunken. Rudi und ich besuchten noch Willi zu Hause, und trafen auf eine Abordnung eines örtlichen Oldtimerclubs. Willi´s Exponate waren daher ebenfalls ausgestellt: Alfetta GTV, Alfetta GTV 6 und Lamborghini Urraco. Wir wurden auch gezwungen, zum Essen zu bleiben, aber wer die Küche von Angela kennt, der weis, dass man sich dieser nicht entziehen kann. Gegen 13:00 Uhr machten auch wir uns auf den Heimweg, und abends konnten wir uns alle nochmals telefonisch eine unfall- und natürlich pannenfreie Heimfahrt bestätigen.
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